Rückblick erste Urlaubstour

Tag 1 (Do., 26.07.2018)
Am Donnerstag nachmittag startete die erste Urlaubstour mit unserem noch nicht als rollstuhlgerechtes Wohnmobil umgebauten School Bus. Vorher hat Benni, alles was für ein Urlaub in freier Wildbahn nötig war und vorsichtshalber noch die halbe Werkstatt in den School Bus geladen und ordentlich verstaut. Zum Glück haben wir genug Platz dafür im School Bus, um für fast alles vorbereitet zu sein 😉
Blauer Himmel und die Sonne strahlte, perfektes Urlaubswetter! Gegen 16:00 Uhr ging es endlich auf die Autobahn, Richtung Schwerin … Spontan entschieden wir, dass dort unser erster Stopp werden sollte. Völlig im Urlaubsfeeling kamen wir in Schwerin an und trafen uns als Erstes mit Freunden. Und da wir ja ursprünglich aus Schwerin und Umgebung stammen, trauten wir uns auch mit unseren 11,30 Meter School Bus in die Innenstadt. Ok, Benni musste einmal merken, dass der Wendekreis doch etwas größer ist – doch rückwärts kamen wir doch in die Straße und zum Parkplatz, wo wir hin wollten. Zack, Freunde eingeladen und typisch amerikanisch erst einmal zum großen „M“ ;D Nach einer Weile wurden wir dort dann von zwei Urlaubern mit den Worten begrüßt „Endlich sehen wir den School Bus mal in Real“. Wir schauten erst ein wenig verwirrt, doch dann erzählten uns die beiden, dass sie unser Projekt und den School Bus aus der Zevener Zeitung kennen und den School Bus so sofort erkannt hatten. Die beiden Urlauber fragten, ob sie noch ein paar Fotos machen können, als Beweis für zu Hause das sie unseren School Bus wirklich gesehen hatten … Darüber hatten wir uns natürlich mehr wie gefreut, denn mit so etwas hätten wir bisher nie gerechnet 😉

Einige Stunden später ging es dann auf Stellplatzsuche, wo wir unsere erste Nacht im School Bus verbringen können. Nach ein paar Überlegungen, Benni kannte sich ja gut genug in Schwerin aus, fanden wir einen richtig guten und ruhigen Platz mitten im Industriegebiet. Als wir beide kurz vorm Sonnenuntergang aus den School Bus stiegen, dachten wir nur `Wow, es schaut hier aus wie in der Nevada Wüste`;D Wir fühlten uns dort gleich sehr wohl, also schnallten wir das Luftbett von der Seitenwand ab und machten im School Bus alles gemütlich. Nachdem die Sonne untergegangen war, konnte die erste Nacht beginnen …

Schwerin Nevada 1

Tag 2 (Fr., 27.07.2018)
Total ausgeschlafen und nachdem wir alles zusammengepackt hatten, starteten wir den zweiten Tag mit frischem Kaffee und Frühstück bei Freunden im Garten. Aber da ja bekanntlich Gartenanlagen nicht die größten Einfahrten und Straße haben, wurden wir von einem naheliegendem Parkplatz, wo unser School Bus perfekt parken konnte, abgeholt. Nachdem die Sonne uns so richtig mit Hitze beschenkte, fuhren wir erst einmal zum Baumarkt. Ihr denkt jetzt bestimmt `Hä? Baumarkt?´ – Ja, Baumarkt… Dort war es kühler wie im School Bus. Aber nicht nur deswegen: Man kann zwar alles noch so gut planen, doch wenn man erst einmal unterwegs ist, fallen einen immer wieder Dinge auf die man optimieren kann. So wie die Vorhänge für alle 22 Seitenfenster und sonstige Scheiben, wo unter anderem die Sonne einen blenden könnte. Da Benni der Mann für praktische Ideen und deren Umsetzung ist, kauften wir Vorhang Klammern und so konnte die 28 Meter Stoffbahn problemlos auf der Leine über den Fenstern hin und her geschoben werden. Vorher hatten wir Magnete für den Vorhang besorgt, doch jedes mal Magnet ab und Magnet dran, wurde schon nach einer Nacht zu mühselig 😉
Nachdem wir das erledigt hatten, fuhren wir erneut in die „Nevada Wüste“, um auch die zweite Nacht dort zu verbringen. Spontan kamen ein paar Freunde vorbei, um mit uns beim Grillen den Blutmond zu beobachten. Wir hatten ja den perfekten Platz dafür – doch eine einzige dicke Wolke verdeckte ihn. Aber das Verschwinden des Blutmondes konnte wir dann später doch noch beobachten. Nach Mitternacht begann dann unsere zweite Nacht im School Bus …

 

Tag 3 und 4 (Sa., 28.07.2018 und So., 29.07.2018)
Ein wenig zerknautscht verstauten wir wieder alles sicher im School Bus.
Da wir auf den Weg nach Schwerin schnell merkten, das es auf der Autobahn zwar ein wenig schneller geht um ans Ziel zu kommen, aber auf keinen Fall kühler (wenn man es so nennen kann), entschieden wir das wir die ganze Urlaubszeit auf der Landstraße unterwegs sein werden. Dies war die beste Entscheidung überhaupt! Kein Stau, mehr Bäume, viel aufregender (besonders wenn die Straßen enger werden), mehr zu sehen, mehr Menschen mit einen Lächeln im Gesicht, wenn der School Bus an ihnen vorbei fährt – einfach herrlich …
So fuhren wir nach Waren an der Müritz zu einem Campingplatz direkt am See, um erste Erfahrungen auf Campingplätzen zu sammeln. Denn unserer Willi und seine tolle Familie (die dieses Projekt schon in der Vergangenheit sehr viel unterstützt haben) waren uns mit jahrelangem Campen weit voraus. Leider hatte der Campingplatz keine Möglichkeit mehr unseren School Bus unterzubringen. Doch wir konnten ganz in der Nähe einen geeigneten Platz finden, um dort spontan zwei Nächte zu verbringen. Schliesslich hatten wir ein Fahrrad und das Zuggerät für `Renate´ mit, um immer komfortabel vom School Bus zum Campingplatz hin und her zu fahren. Was für eine richtig schöne Zeit … entspanntes gemeinsames Frühstück, kühler Badesee, gutes Abendessen und ganz tolle Menschen. So verbrachten wir dort ungefähr drei Tage …

 

Tag 5 (Mo., 30.07.2018)
Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück mit Familie Willim, packten wir wieder alles an seinen Platz im School Bus und schnallten es fest – so langsam war auch schon Routine drin 😉 Ohne Plan für einen Stellplatz für die nächste Nacht, fuhren wir erst einmal Richtung Darß… Der erste Anlauf war uns zu ruhig und hatte leider kein Zugang zum Wasser. Aber durch einen Tipp von einem aufgeschlossenen Anwohner, brachte uns der zweite Anlauf direkt an einen kleinen Hafen am Barther Bodden, inklusive Badestelle. Erst dachten wir, hier ist nicht viel los und es wird ein ruhiger Abend – doch unser ´gelber Riese´ wurde im anliegenden Dorf entdeckt, als er dort durch fuhr. So bekamen wir an unseren Stellplatz noch sehr sympathischen Besuch von ein paar Anwohnern, die uns den Abend gemütlich machten.

 

Tag 6 (Di., 31.07.2018)
Nach einer mückenreichen Nacht wurden wir von zwei Rasenmähertraktoren geweckt, die den Rasen vor und um uns herum mähten. Das hatte einen Grund, wie wir im Nachhinein merkten … Denn nachdem wir aufgestanden waren, staunten wir nicht schlecht, als direkt beim Frühstück ungefähr 15 Fahrzeuge die einzige Straße hochgefahren kamen und direkt neben uns parkten. Wir brauchten nicht lange, um zu erkennen, warum die Horde an Fahrzeugen an diesen ruhigen Ort kam. Ein paar Mädels und Jungs packten übergroße farbenfrohe Rucksäcke aus, verteilten diese an die anderen Leute und alle legten ihre Neoprenanzüge hinter die Fahrzeuge. Da war alles klar – Eine Kitesurfschule ;D Die Erkenntnis des Tages: Fernsehen braucht man überhaupt nicht beim Campen!!! Es gibt genug zu sehen und zu erleben 😉
Gegen Mittag, im Stil von „Täglich grüßt das Murmeltier“, alles wieder zusammengepackt und festgeschnallt. So fuhren wir mit festem Ziel nach Rövershagen, zu Karls Erdbeerhof. Zum „Glück“ hatten wir den bisher heißesten Tag erwischt, denn es war dort entspannt leer. Doch so entspannt wie es doch war, diese Hitze (+38 Grad) machte auch uns sehr zu schaffen. Daher gingen wir zurück zum Busparkplatz, alle Fenster und Türen zu öffnen und so erst einmal die Hitze weg zu chillen. Abends übernachteten wir das erste Mal auf einen LKW-Parkplatz – ruhig ist was anderes ;D Aber dort war es etwas schattiger und somit kühler, wie auf dem großen Busparkplatz von Karl 😉

 

Tag 7 (Mi., 01.08.2018)
Mit ein bisschen weniger Schlaf wie die Tage davor, krabbelten wir aus dem School Bus und wir wurden draußen das erste Mal seit dem Start unserer Urlaubstour mit einer frischen Brise begrüßt … Gleichzeitig gab es leckeren Kaffee von der Tankstelle und so konnte die Fahrt zu unserem letzten Ziel perfekt starten. Ein kurzer Zwischenstopp in Schwerin zum Kaffeekränzchen mitten auf einen Supermarktparkplatz, gönnten wir uns auch noch.


Nachdem ging die Fahrt weiter in die Nähe von Wittenburg, wo wir schon herzlich von Freunden erwartet wurden. Obwohl die beiden noch gar nicht wussten, dass ihr Vorgarten unser nächtlicher Stellplatz wird ;D Aber auch das war kein Problem für die beiden. Schnell den School Bus rückwärts durch die Vorgartensteine und Gartendeko geschlängelt und schon hatte er seinen perfekten Platz für die Nacht. Sogar Strom aus der Steckdose gab es im School Bus – richtig Luxus ;D Denn die vergangenen Abende konnten wir nur mit einem Stromaggregat unser Luftbett wieder aufpumpen und sonstiges mit Strom versorgen. Und das so ein Stromaggregat nicht gerade das Leiseste ist, konnten wir ihn nicht stundenlang laufen lassen. Aber so mit Strom aus der Steckdose, sehr leckeren Grillen mit ganz tollen Menschen, konnte der perfekte Abend und die Nacht beginnen …

 

Tag 8 (Do., 02.08.2018)
Heimfahrt!
Sehr gut ausgeschlafen gab es noch ein langes Frühstück und eine richtige Dusche – Ja, so mit viel warmen Wasser aus der Wand. Auch das kann man Luxus nennen, wenn nur das Duschen aus Kanistern in der Wildnis kennt ;D Nachdem wir frisch und satt alles wieder im School Bus sicher verstaut haben, ging es noch durch die Wittenburger Innenstadt und dann über Land ungefähr 3 Stunden Richtung nach Hause. Prima Heimfahrt …


Was sollen wir Euch sagen …
Es war eine richtig aufregende, erlebnisreiche, mega schöne, herzliche, tolle Menschen kennenlernende, vor Hitze schmelzende, abenteuerliche, mückenreiche, großartige, spannende, faszinierende erste Urlaubstour im School Bus. Und das sogar schon, obwohl der School Bus noch gar nicht als Wohnmobil umgebaut ist. Oder vielleicht gerade deswegen abenteuerlich???;)


Ein großes Dankeschön an alle, die uns und den School Bus in unserer ersten Urlaubstour so toll aufgenommen hatten und an die lächelnden Gesichter, wenn wir mit unserem School Bus an ihnen vorbei fuhren.

Viel Spaß beim Anschauen der Urlaubsbilder und -videos.

Bis ganz bald,
Steffi, Benni & Pina.

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